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  • difference the process now involves a bigger repository of text happens in real time and by algorithmic automation doesn t require any manual work or skills on behalf of the reader Permutations finally include some self invented automata such as Here Comes Everybody a processor of James Joyce s Finnegans Wake which algorithmically mimics the portmanteau word poetics of the novel Hyphenating its text and recombining the syllables according to stochastic probability the program perpetually creates new texts with newly generated portmanteau words from the novel John Cage s radio play Roarotorio An Irish Circus on Finnegans Wake formally processes the novel in order not to expand but to reduce the volume of text 8 Language combinatorics and computer text Without doubt it is philologically incorrect or problematic at least to rewrite pre digital combinatory poetry into computer programs The transcription potentially blurs the difference between an anti nominalist theologically and hermetically influenced linguistic thinking of the Renaissance on the one hand and the concept of language as arbitrary material in avant garde modernism on the other Juxtaposing both discourses the website however shows that any contemporary perception of the Renaissance texts is inevitably triggered and filtered through the knowledge of avant garde literature computer poetry and literary theory If both traditions therefore influence each other the opposite conclusion must be drawn as well Any concept of digital literature which does not reflect language combinatorics and algorithmically processed language is severely restrained On a purely formal level the combinatory poetry of both the Renaissance and the 20th century has a common set of features which as well seem to be relevant for a poetics of literature in computer networks 1 Densification An compact source code instruction set generates an abundance of text 2 Micro grammar Reproducing the linguistic mechanisms of word and sentence creation combinatory poetry is a generative reflection of language 3 Filtering Combinatory poetry uses formal methods to process language and transform text It thereby shows that the poetic potential of computing machines is not limited to transmitting ready made signs Computers are not merely a transport devices but potential senders and receivers writers and readers of text as well Since a computer can act at any point of the communicative process it is not simply a medium i e an instance between a sender and a receiver but a universal semiotic machine Misreading the computer as a mere medium humanities have wrongly assumed that their studies of the computer have to be media studies instead of semiotics Likewise computer art was misunderstood as so called media art A result of this misreading is as it seems that concepts and methods developed by media studies since Kracauer and McLuhan for analyzing film television radio and video were plainly reapplied to computers and the Internet As a consequence notions like multimedia interactivity and nonlinearity have been mapped from TV and video onto digital literature While it is of course useful to distinguish a movie as linear form of a

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  • Kombinatorische Dichtung und Computernetzliteratur (Kasseler Fassung)
    separieren und zu permutieren regelkonform zu Julius Caesar Scaligers Definition des Proteus Gedichts Es vertauschen sich allerdings nicht nur die Vorzeichen von Determination und Zufall sondern auch von Offenheit und Geschlossenheit des Systems Alle vormodernen Permutationsgedichte versetzen ein ihnen fest eingeschriebenes Set von Daten während hier nur noch ein Prozeß definiert wird der mit beliebigen Daten gefüttert werden kann 7 1 1 6 Here Comes Everybody nach James Joyce Finnegans Wake Die Pemutationen ergänzen ihre Archäologie um einige selbsterfundene Automaten wie Finnegans Wake Prozessor der die Poetik von Joyces Roman maschinell imitiert indem er dessen Text per Silbentrennung und Pseudo Markov Ketten zu stets neuen Texten mit stets neuen Schachtelwörtern rekombiniert 8 2 Sprachkombinatorik und Computertext Die Transposition vor digitaler kombinatorischer Dichtungen in Computerprogramme ist zugegebenermaßen philologisch unkorrekt auch verwischt sie potentiell die Differenzen zwischen einem theologisch und hermetisch geprägten antinominalistischen Sprachdenken der Frühneuzeit einerseits und der Auffassung von Sprache als einem arbiträr referenzierbaren Material in den modernen Avantgarden andererseits Indem die Permutationen beide Diskurse nebeneinander stellen zeigen sie jedoch auf daß auch die älteren Texte heute nolens volens nicht mehr lesbar sind ohne die perzeptive Vorprägung durch Avantgardedichtung Computerlyrik und zeitgenössische Texttheorie Die Beeinflussung ist also eine wechselseitige und somit auch der umgekehrte Schluß erlaubt daß nämlich ohne die Reflexion von Sprachkombinatorik und algorithmisch prozessiertem Sprachcode jeder Begriff von Dichtung in Computernetzen nur ein restringierter sein kann Trotz aller historisch diskursiven Unterschiede gibt es formale Gemeinsamkeiten kombinatorischer Dichtungen die aus meiner Sicht auch für eine Poetik heutiger Computernetzdichtung von Belang sind Verdichtung Aus einem denkbar knappen Quellcode wird eine Abundanz von Text erzeugt Mikro Grammatik Indem kombinatorische Dichtung die Wort und Satzbildungsmechanismen der Sprache nachbildet dichtet sie deren Code selbst Algorithmische Prozessierung Kombinatorische Dichtung nutzt formalisierte Verfahren um Sprache zu prozessieren Text zu filtern und zu transformieren Hier zeigt sich auch das poetische Potential von Rechenmaschinen jenseits der bloßen Übermittlung fixierter Zeichenmengen auf die Tatsache also daß Computer nicht nur Transportmedien sondern auch Sender und Empfänger Schreiber und Leser von Text sein können Da der Computer die gesamte Strecke der Kommunikation bedient ist er eine universelle Zeichenmaschine und nicht bloß ein Medium Mit der geisteswissenschaftliche Fehllektüre des Computers als bloßem Medium wurde Netzwissenschaft als Medienwissenschaft statt als Semiotik mißverstanden und in direkter Folge Netzkunst als sogenannte Medienkunst 9 Diese Fehllektüre hat so scheint es dazu geführt daß ein seit Kracauer und McLuhan an Film Fernsehen Radio und Video geschultes Begriffs und Analyseinstrumentarium einfach auf Computer und Internet übertragen wurde Analog wurden Begriffe wie Multimedialität Interaktivität und Nonlinearität in texttheoretisch und poetologisch fragwürdigen Definitionen in den Diskurs der Netzliteratur importiert und hinterließen dort einen konzeptuellen Trümmerhaufen der bis heute noch nicht vollständig abgeräumt ist Auch wenn Textgeneratoren wie jene die die Permutationen versammeln aus Sicht der Computerprogrammierung äußerst primitiv sind so lenken sie wenigstens die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Algorithmik ihres Code auf die maschinelle Ausführbarkeit des Computertexts Dies geht gegen Gleichsetzungen des Computernetzes mit einem bloßen Übertragungsmedium oder gar einem typographischen Interface gegen die Verwechselung des Netzes mit

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  • und zu permutieren regelkonform zu Julius Caesar Scaligers Definition des Proteus Gedichts Es vertauschen sich allerdings nicht nur die Vorzeichen von Determination und Zufall sondern auch von Offenheit und Geschlossenheit des Systems Alle vormodernen Permutationsgedichte versetzen ein ihnen fest eingeschriebenes Set von Daten während hier nur noch ein Prozeß definiert wird der mit beliebigen Daten gefüttert werden kann 7 1 1 6 Here Comes Everybody nach James Joyce Finnegans Wake Die Pemutationen ergänzen ihre Archäologie um einige selbsterfundene Automaten wie Finnegans Wake Prozessor der die Poetik von Joyces Roman maschinell imitiert indem er dessen Text per Silbentrennung und Pseudo Markov Ketten zu stets neuen Texten mit stets neuen Schachtelwörtern rekombiniert 8 2 Sprachkombinatorik und Computertext Die Transposition vor digitaler kombinatorischer Dichtungen in Computerprogramme ist zugegebenermaßen philologisch unkorrekt auch verwischt sie potentiell die Differenzen zwischen einem theologisch und hermetisch geprägten antinominalistischen Sprachdenken der Frühneuzeit einerseits und der Auffassung von Sprache als einem arbiträr referenzierbaren Material in den modernen Avantgarden andererseits Indem die Permutationen beide Diskurse nebeneinander stellen zeigen sie jedoch auf daß auch die älteren Texte heute nolens volens nicht mehr lesbar sind ohne die perzeptive Vorprägung durch Avantgardedichtung Computerlyrik und zeitgenössische Texttheorie Die Beeinflussung ist also eine wechselseitige und somit auch der umgekehrte Schluß erlaubt daß nämlich ohne die Reflexion von Sprachkombinatorik und algorithmisch prozessiertem Sprachcode jeder Begriff von Dichtung in Computernetzen nur ein restringierter sein kann Trotz aller historisch diskursiven Unterschiede gibt es formale Gemeinsamkeiten kombinatorischer Dichtungen die aus meiner Sicht auch für eine Poetik heutiger Computernetzdichtung von Belang sind 1 Verdichtung Aus einem denkbar knappen Quellcode wird eine Abundanz von Text erzeugt 2 Mikro Grammatik Indem kombinatorische Dichtung die Wort und Satzbildungsmechanismen der Sprache nachbildet dichtet sie deren Code selbst 3 Algorithmische Prozessierung Kombinatorische Dichtung nutzt formalisierte Verfahren um Sprache zu prozessieren Text zu filtern und zu transformieren Hier zeigt sich auch das poetische Potential von Rechenmaschinen jenseits der bloßen Übermittlung fixierter Zeichenmengen auf die Tatsache also daß Computer nicht nur Transportmedien sondern auch Sender und Empfänger Schreiber und Leser von Text sein können Da der Computer die gesamte Strecke der Kommunikation bedient ist er eine universelle Zeichenmaschine und nicht bloß ein Medium Mit der geisteswissenschaftliche Fehllektüre des Computers als bloßem Medium wurde Netzwissenschaft als Medienwissenschaft statt als Semiotik mißverstanden und in direkter Folge Netzkunst als sogenannte Medienkunst 9Diese Fehllektüre hat so scheint es dazu geführt daß ein seit Kracauer und McLuhan an Film Fernsehen Radio und Video geschultes Begriffs und Analyseinstrumentarium einfach auf Computer und Internet übertragen wurde Analog wurden Begriffe wie Multimedialität Interaktivität und Nonlinearität in texttheoretisch und poetologisch fragwürdigen Definitionen in den Diskurs der Netzliteratur importiert und hinterließen dort einen konzeptuellen Trümmerhaufen der bis heute noch nicht vollständig abgeräumt ist Auch wenn Textgeneratoren wie jene die die Permutationen versammeln aus Sicht der Computerprogrammierung äußerst primitiv sind so lenken sie wenigstens die Aufmerksamkeit des Lesers auf die Algorithmik ihres Code auf die maschinelle Ausführbarkeit des Computertexts Dies geht gegen Gleichsetzungen des Computernetzes mit einem bloßen Übertragungsmedium oder gar einem typographischen Interface gegen die Verwechselung des Netzes

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  • line tumba ba umpf for x 1 x main int x char word1 tumba char word2 ba umpf for x 1 x include include main int x zufall char word1 tumba char word2 ba umpf srand time 0 for x 1 x include include main int x zufall char word tumba ba umpf srand time 0 for x 1 x include include Absichtlich falsch kreiert Absturz durch falsche Nullpointer main

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  • Index of /all/concept_notations_software_art
    22K software decontextualizaton pdf 23 Jul 2002 21 39 57K selbstausfuehrender entwurf txt 21 Sep 2005 18 12 32K selbstausfuehrender entwurf tex 10 Apr 2003 17 11 32K selbstausfuehrender entwurf rtf 21 Sep 2005 18 12 44K selbstausfuehrender entwurf pdf 21 Sep 2005 18 12 84K selbstausfuehrender entwurf html 21 Sep 2005 18 12 51K concepts notations software art txt 06 Jun 2002 14 05 25K concepts notations software art

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  • layers in the computer operating system it follows that it could just as well be coded into a file which contains the whole transformation algorithms themselves so that the image would display itself even on a computer that provides no operating system 3 Software Art Executable Code in Art If software is generally defined as executable formal instructions logical scores then the concept of software is by no means limited to formal instructions for computers The first English language notation of the Dadaist poem qualifies as software just as much as the three notations in the Perl programming language The instructions only have to meet the requirement of being executable by a human being as well as by a machine A piano score even a 19th century one is software when its instruction code can be executed by a human pianist as well as on a player piano The Perl code of the Dada poem can be read and executed even without running it on machines So my argument is quite contrary to Friedrich Kittler s media theory according to which there is either no software at all or at least no software without the hardware it runs on 4 If any algorithm can be executed mentally as it was common before computers were invented then of course software can exist and run without hardware A good example are programming handbooks Although they chiefly consist of printed computer code this code gets rarely ever executed on machines but provides examples which readers follow intellectually following the code listings step by step and computing them in their minds Instead of adapting Dadaist poetry as software one could regard some historical Dadaist works as software right away above all Tristan Tzara s generic instruction for writing Dada poems by shuffling the words of a newspaper article 5 To make a Dadaist poem Take a newspaper Take a pair of scissors Choose an article as long as you are planning to make your poem Cut out the article Then cut out each of the words that make up this article and put them in a bag Shake it gently Then take out the scraps one after the other in the order in which they left the bag Copy conscientiously The poem will be like you And here you are a writer infinitely original and endowed with a sensibility that is charming though beyond the understanding of the vulgar The poem is effectively an algorithm a piece of software which may as well be written as a computer program 6 If Tzara s process would be adapted as Perl or C code from the original French it wouldn t be a transcription of something into software but a transcription of non machine software into machine software Concept Art and Software Art The question of what software is and how it relates to non electronic contemporary art is at least thirty two years old In 1970 the art critic and theorist Jack Burnham curated an exhibition called Software at the Jewish Museum of New York which today is believed to be first show of concept art It featured installations of US American concept artists next installations of computer software Burnham found interesting such as the first prototype of Ted Nelson s hypertext system Xanadu Concept art as an art of which the material is concepts as the material of for ex music is sound Henry Flynt s definition from 1961 7 and software art as an art whose material is formal instruction code seem to have at least two things in common the collapsing of concept notation and execution into one piece the use of language instructions in software art concepts in concept art Flynt observes Since concepts are closely bound up with language concept art is a kind of art of which the material is language 8 It therefore is not accidental that the most examples of pre electronic software art cited here are literary Literature is a conceptual art in that is not bound to objects and sites but only to language The trouble the art world has with net art because it does not display well in exhibition spaces is foreign to literature which always differentiated between an artwork and its material appearance Since formal language is a language software can be seen and read as a literature 9 If concepts become to quote Flynt again artistic material then concept art differs from other art in that it actually exposes concepts putting their notations up front as the artwork proper In analogy software art in particular differs from software based art in general in that it exposes its instructions and codedness Since formal instructions are a subset of conceptual notations software art is formally a subset of conceptual art My favorite example of both concept art in Flynt s sense and non computer software art is La Monte Young s Composition 1961 a piece of paper containing the written instruction Draw a straight line and follow it The instruction is unambiguous enough to be executed by a machine At the same time a thorough execution is physically impossible So the reality of piece is mental conceptual The same duplicity of concept notation and executable code exists in Sol LeWitt s 1971 Plan for a Concept Art Book a series of book pages giving the reader exact instructions to draw lines on them or strike out specific letters 10 LeWitt s piece exemplifies that the art called concept art since the 1970s was by far not as rigorous as the older concept art of Henry Flynt La Monte Young and Christer Hennix While the Composition 1961 is a concept notation creating an artwork that itself exists only as a concept mentally LeWitt s Plan for a Concept Art Book only is a concept notation of a material graphic artwork Unlike the concept art of which the material is concepts LeWitt s piece belongs to a concept art that rather should be called a

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  • printer via algorithmic abstraction layers in the computer operating system it follows that it could just as well be coded into a file which contains the whole transformation algorithms themselves so that the image would display itself even on a computer that provides no operating system 3 Software Art Executable Code in Art If software is generally defined as executable formal instructions logical scores then the concept of software is by no means limited to formal instructions for computers The first English language notation of the Dadaist poem qualifies as software just as much as the three notations in the Perl programming language The instructions only have to meet the requirement of being executable by a human being as well as by a machine A piano score even a 19th century one is software when its instruction code can be executed by a human pianist as well as on a player piano The Perl code of the Dada poem can be read and executed even without running it on machines So my argument is quite contrary to Friedrich Kittler s media theory according to which there is either no software at all or at least no software without the hardware it runs on 4 If any algorithm can be executed mentally as it was common before computers were invented then of course software can exist and run without hardware A good example are programming handbooks Although they chiefly consist of printed computer code this code gets rarely ever executed on machines but provides examples which readers follow intellectually following the code listings step by step and computing them in their minds Instead of adapting Dadaist poetry as software one could regard some historical Dadaist works as software right away above all Tristan Tzara s generic instruction for writing Dada poems by shuffling the words of a newspaper article 5 To make a Dadaist poem Take a newspaper Take a pair of scissors Choose an article as long as you are planning to make your poem Cut out the article Then cut out each of the words that make up this article and put them in a bag Shake it gently Then take out the scraps one after the other in the order in which they left the bag Copy conscientiously The poem will be like you And here you are a writer infinitely original and endowed with a sensibility that is charming though beyond the understanding of the vulgar The poem is effectively an algorithm a piece of software which may as well be written as a computer program 6 If Tzara s process would be adapted as Perl or C code from the original French it wouldn t be a transcription of something into software but a transcription of non machine software into machine software Concept Art and Software Art The question of what software is and how it relates to non electronic contemporary art is at least thirty two years old In 1970 the art critic and theorist Jack Burnham curated an exhibition called Software at the Jewish Museum of New York which today is believed to be first show of concept art It featured installations of US American concept artists next installations of computer software Burnham found interesting such as the first prototype of Ted Nelson s hypertext system Xanadu Concept art as an art of which the material is concepts as the material of for ex music is sound Henry Flynt s definition from 1961 7 and software art as an art whose material is formal instruction code seem to have at least two things in common 1 the collapsing of concept notation and execution into one piece 2 the use of language instructions in software art concepts in concept art Flynt observes Since concepts are closely bound up with language concept art is a kind of art of which the material is language 8 It therefore is not accidental that the most examples of pre electronic software art cited here are literary Literature is a conceptual art in that is not bound to objects and sites but only to language The trouble the art world has with net art because it does not display well in exhibition spaces is foreign to literature which always differentiated between an artwork and its material appearance Since formal language is a language software can be seen and read as a literature 9 If concepts become to quote Flynt again artistic material then concept art differs from other art in that it actually exposes concepts putting their notations up front as the artwork proper In analogy software art in particular differs from software based art in general in that it exposes its instructions and codedness Since formal instructions are a subset of conceptual notations software art is formally a subset of conceptual art My favorite example of both concept art in Flynt s sense and non computer software art is La Monte Young s Composition 1961 a piece of paper containing the written instruction Draw a straight line and follow it The instruction is unambiguous enough to be executed by a machine At the same time a thorough execution is physically impossible So the reality of piece is mental conceptual The same duplicity of concept notation and executable code exists in Sol LeWitt s 1971 Plan for a Concept Art Book a series of book pages giving the reader exact instructions to draw lines on them or strike out specific letters 10 LeWitt s piece exemplifies that the art called concept art since the 1970s was by far not as rigorous as the older concept art of Henry Flynt La Monte Young and Christer Hennix While the Composition 1961 is a concept notation creating an artwork that itself exists only as a concept mentally LeWitt s Plan for a Concept Art Book only is a concept notation of a material graphic artwork Unlike the concept art of which the material is concepts LeWitt s piece belongs to a concept art

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  • Der selbstausführende Entwurf: Software und Softwarekunst
    funktioniert keine oder nur mittelbare Schlüsse auf die Qualität seines Quellcodes erlaubt In kommerzieller Softwareentwicklung heißen Software Entwürfe rapid prototypes und sind Skizzierungen einer Software in einer einfach zu programmierenden Sprache die aber nur langsam laufende Programme erzeugt es gibt Bananensoftware die unvollkommen ausgeliefert wird und beim Kunden reift und Vaporware die nur in der Form einer Produktankündigung existiert um Aufmerksamkeit auf sich selbst zu lenken und Kunden präventiv von bereits verfügbaren Konkurrenzprodukten abzuhalten Die Prozessualität von Software drückt sich nicht zuletzt darin aus daß Computerprogramme mit Versionsnummern versehen werden und Programmierer Versionskontrollsoftware einsetzen die Änderungen am Code sukzessiv registriert synchronisiert und gegebenenfalls rückgängig macht Auch digitale Kunst und Aufsätze im Netz werden zunehmend mit Versionsnummern versehen Der Software Jury des selbst versionsnumerierten Festivals transmediale 01 lag das Computerprogramm Signwave Autoillustrator von Adrian Ward eine Graphiksoftware deren Werkzeuge ihren äußeren Anschein subvertieren indem sie algorithmisches Eigenleben entwickeln in einem Entwicklungsstand vor den heutige Versionen weit hinter sich gelassen haben und deshalb für interessierte Kuratoren oder Kunsthistoriker nur schwer rekonstruierbar wäre So gibt es immer noch gute Gründe digitalen Codes einen Verlust von Inskription zu attestieren wie es die brasilianische Autorin und Netzkünstlerin Giselle Beiguelman tut 8 Dieser Verlust unterscheidet sich zwar nicht von der altbekannten Instabilität mündlich überlieferter Literatur sowie musikalischer und theatraler Aufführungen Neu ist daß er auch maschinell veröffentlichte und massenreproduzierte Schrift betrifft Die gängige programmiertechnische Methode der Eindämmung von Code Instabilität ist verschiedene Funktionseinheiten der Software voneinander zu trennen so daß nur die Schnittstellen an denen ein Programmteil einem anderen Daten übermittelt stabil bleiben müssen nicht jedoch die Programmteile selbst Was hier Schnittstelle oder API für Application Interface heißt hat wenig mit dem medienwissenschaftlichen Verständnis des Interface als audiovisuell taktiler Koppelung von Menschen und Maschinen zu tun sondern entspricht in literaturwissenschaftlicher Terminologie einem Paratext wie z B der alphabetischen Organisation und Querverweisstruktur eines Lexikons die als stabile Struktur den instabilen Code von Artikeln verbindet die über Auflagen hinweg umgeschrieben werden Bereits die Unterscheidung von Programmen und Daten bezeichnet solche eine Schnittstelle Ein digitales Photo zum Beispiel ist eine digitale Codierung von Farb Pixeln die erst mittels algorithmischer Hilfe des Computerbetriebssystems in elektrische Spannungen umgewandelt wird die einen Bildschirm oder einen Drucker das Photo zeichnen lassen Bloße Konvention ist es nicht die Steueralgorithmen selbst in die digitale Speicherung des Bilds einzubetten sondern diese Algorithmen in ein Programm oder Betriebssystem zu separieren 9 Beispiele computertechnisch normierter Schnittstellen sind Dateiformate z B die Kopfzeilen einer E Mail Nachricht und Netzwerkprotokolle Wenn Schnittstellen systemübergreifend und herstellerunabhängig genutzt werden sollen werden sie von Industriegremien wie der IETF Internet Engineering Taskforce oder dem W3C World Wide Web Consortium analog zu DIN oder ISO Normen schriftlich spezifiziert und nicht selten durch eine Referenzimplementation in Gestalt eines Computerprogramms ergänzt um weitere Implementationen zu ermöglichen E Mail zum Beispiel ist im Dokument RFC 822 standardisiert erlebte seine Referenzimplementation in den 1970er Jahren durch das Unix Kommando mail und kennt heute zahllose konkurrierende Implementationen in Form von Programmen wie Eudora Outlook Express oder Mozilla Mail Trotz der Veränderbarkeit von Bits und Bytes existieren in der Softwareentwicklung also vielfältige Unterscheidungen von Entwurf und Werk deren Schwelle jedoch nicht ein Wechsel des Materials markiert Das Material aller Computerprogramme bleiben als Nullen und Einsen abgelegte Algorithmen ihre Übertragungs und Speichermedien jedoch wechseln von elektrischem Strom im Chip zu magnetischer Ladung auf der Festplatte oder Diskette Funkwellen in drahtlosen Netzen optischen Markierungen auf CD oder DVD Speichern oder sogar gebundenem Papier in Ausdrucken und Handbüchern Softwarekunst Definiert man Software als ausführbare formale Anweisung oder logische Partitur dann beschränkt sich sie nicht auf Computer Die erste in deutscher Umgangssprache verfaßte Anweisung zur Herstellung des dadaistischen Zufallsgedichts ist nicht minder Software denn ihre drei Übersetzungen in die Programmiersprache Perl solange ihre Instruktionen gleichermaßen von einem Menschen und von einer Maschine ausgeführt werden können So wäre auch eine Klavierpartitur dann Software wenn sowohl ein Pianist als auch ein mechanisches Klavier ihren Code in Musik umsetzen können Umgekehrt ist auch der Perl Quellcode des dadaistischen Zufallsgedichts les und ausführbar ohne daß man dafür eine Maschine bräuchte Da jeder Algorithmus bis zu einem kritischen Komplexitätsgrad auch mental ausgeführt werden kann wie es vor der Erfindung des Computers üblich war gibt es Software ohne Hardware Ein Beispiel dafür sind Programmierhandbücher Der Quellcodes der in ihnen abgedruckt ist wird nur selten auf Maschinen ausgeführt sondern dient dem Leser als Beispiel dem er intellektuell folgt 10 Statt Hugo Balls Karawane in Computerprogramme umzuformen könnten auch einige historische Dada Texte allen voran Tristan Tzaras Anleitung zur Abfassung eines dadaistischen Gedichts durch zufälliges Vertauschen von Wörtern eines Zeitungsartikels als Software gelesen werden Um ein dadaistisches Gedicht zu machen Nehmt eine Zeitung Nehmt Scheren Wählt in dieser Zeitung einen Artikel von der Länge aus die Ihr Eurem Gedicht zu geben beabsichtigt Schneidet den Artikel aus Schneidet dann sorgfältig jedes Wort dieses Artikels aus und gebt sie in eine Tüte Schüttelt leicht Nehmt dann einen Schnipsel nach dem anderen heraus Schreibt gewissenhaft ab in der Reihenfolge in der sie aus der Tüte gekommen sind Das Gedicht wird Euch ähneln Und damit seid Ihr ein unendlich origineller Schriftsteller mit einer charmanten wenn auch von den Leuten unverstandenen Sensibilität 11 Tzaras Anleitung ist ein Algorithmus Software die ebenso für einen Computer geschrieben sein könnte 12 Übersetzte man diese Anleitung aus dem Deutschen oder originalen Französischen in ein Perl oder C Programm würde nicht Kunst in Software umgesetzt sondern eine nicht maschinelle in eine maschinelle Softwarekunst transkribiert vergleichbar etwa mit den formal kombinatorischen Kompositionsverfahren der seriellen Musik des 20 Jahrhunderts in denen der Nucleus programmierter Computermusik bereits angelegt war Zugegebenermaßen ist der Begriff der Software historisch jünger als die Kunst auf die er hier rückwirkend angewendet wurde Was Software ist und in welchem Verhältnis sie zu den zeitgenössischen Künsten steht ist eine Frage die sich erstmals der Kunstkritiker und theoretiker Jack Burnham stellte als er 1970 eine Ausstellung mit dem Titel Software im New Yorker Jewish Museum kuratierte Software gilt heute als erste Präsentation der Concept Art Sie konfrontierte Installationen u a von Joseph Kosuth Art

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